Die Ojektsuche ist die angelernte, vom Hundehalter veranlasste gerichtete Aktivität eines Hundes zum Auffinden von kleinen Gegenständen.

Grundlage ist die besondere Fähigkeit von Hunden zum Aufsuchen, Lokalisieren und Anzeigen (in der Platz-Position) von versteckten Suchgegenständen. Bei fortgeschrittenen Hunden ist die Unterscheidung von Gerüchen (Differenzierung) maßgeblich.

Die bei der Objektsuche eingesetzten Suchgegenstände sind gekennzeichnet durch:

  • spezifischen Materialgeruch des Suchgegenstandes
  • Geruch des Hundeführers und des Hundes
  • zahlreiche überlagernde Gerüche

 

Die Sucharbeit

Der Hund lernt in den Kursen eine begrenzte Anzahl solcher Gegenstände (meistens drei, anfangs nur einen) kennen. Mit Hilfe eines spezifischen Schlüsselworts für den jeweiligen Gegenstand wird mittels Clicker konditioniert, dass genau dieser Gegenstand gesucht werden soll. Der Hund arbeitet folglich immer mit genau den gleichen Gegenständen, die der Hundeführer auch so aufbewahrt, dass sie ihren spezifischen Geruch weitgehend behalten. Bei der Suche werden vergleichsweise kleine Gegenstände eingesetzt, damit die Versteckmöglichkeiten vielfältiger und damit die Herausforderung für den Hund höher sind.

Das Verweisen

Ein wesentliches Element bei der Objektsuche ist, dass der gefundene Gegenstand durch den Hund angezeigt (verwiesen), nicht aber aufgenommen wird. Der Hund wird so trainiert, dass er den gesuchten Gegenstand zwar als begehrtes Suchobjekt betrachtet, aber die Bestätigung für sein Anzeigeverhalten von seinem Hundeführer erfährt, z. B. durch besonderes Lob, Erhalt des Lieblingsspielzeugs oder „Leckerchen“. Auf diese Weise wird eine direkte Einwirkung (Bsp. Kratzen, Scharren oder Aufnehmen) des Hundes auf den zu suchenden Gegenstand oder seine nähere Umgebung vermieden.

Der Hund lernt somit, dicht am gefundenen Gegenstand (wenn möglich Nasenkontakt zur Geruchsquelle) ruhig zu verweilen und durch sein passives Anzeigen das Herankommen des Hundeführers abzuwarten.

Die Versteckoptionen /Suchbereiche:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Gegenstand zu verstecken. Die generellen verschiedenen Suchlagen sind:

  • freies Gelände
  • Trümmerfeld
  • Päckchenstraße
  • Suchwand (eine mit Riechlöchern versehene Wandfläche)

Im freien Gelände sucht der Hund unter anderem in einem durch Markierung abgegrenzten Gebiet nach seinem Gegenstand. Im Trümmerfeld sucht der Hund in einem Bereich mit sehr vielen verschiedenen Gegenständen (beispielsweise Steine, Eimer, Kisten) nach seinem Gegenstand, der versteckt unter einem Trümmergegenstand liegt. In der Päckchenstraße wird der Gegenstand in ein Behältnis („Päckchen“) gelegt, das Luftöffnungen hat. Mehrere solcher Päckchen werden ausgelegt („Straße“) und der Hund muss das Päckchen mit seinem Gegenstand finden und anzeigen.

Die Auslastungsoptionen

Nutzt die natürlichen Fähigkeiten des Hundes.

Effektive Auslastung im physischen und psychischen Bereich und damit Minderung unerwünschten Verhaltens, das seine Ursache in mangelnder Auslastung des Hundes haben kann.

Braucht keine besonderen räumlichen Rahmenbedingungen, sondern kann ohne zusätzlichen Aufwand zum Beispiel auch in einer kleinen Wohnung trainiert werden.

Es wird in kurzen zeitlichen Einheiten trainiert. Hunde lernen, sich nicht ablenken zu lassen. Hund und Hundeführer arbeiten vor allem anfangs eng zusammen (Suche – Bestätigung), was die Sozialbeziehung stärkt. Das Vertrauen des Hundes zum Hundeführer wird gestärkt, aber durchaus auch das vom Hundeführer zum Hund.

Schwierigkeiten

Ist die Konditionierung schlecht aufgebaut, führen Fehler, die in dieser Zeit gemacht werden (Hund darf Suchgegenstand aufnehmen, Hund wird falsch bestätigt), dazu, dass der Hund die Freude am Arbeiten verliert, nicht zum Ziel kommt oder immer wieder die gleichen Fehler macht. Die Leistung, die der Hund hier erbringt, wird schnell unterschätzt, was zu einer Überforderungssituation des Hunds führen kann. Der Hundeführer braucht Geduld und muss seinen Hund gut beobachten. (Quelle/ Wikipedia)

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