Für Gebrauchshunde, die Vielseitigkeitsprüfungen ablegen, gehört die Nasenarbeit als eine von drei Bestandteilen ihrer Arbeit zum ständigen Trainingsprogramm.

Doch nicht nur körperlich fitte Gebrauchshunde, sondern alle Vierbeiner, vom Zwergspitz bis zur Dogge, ob jung oder alt, können menschliche Fährten absuchen. Richtig angelernt werden sie viel Spaß daran haben und das Beste ist: sie können sich mal so richtig auspowern ohne dabei ihre Knochen und Gelenke übermäßig zu beanspruchen. So ist die Fährtenarbeit auch besonders gut für viele von Skelett- und Gelenkserkrankungen geplagte Vierbeiner geeignet.

Worum geht es bei den sportlichen Fährten?

Der Hund soll mit möglichst tiefer Nase und in ruhigem und gleichmäßigem Tempo einer – je nach Ausbildungsstand des Hundes – 20 Minuten bis drei Stunden alten menschlichen Trittfährte von einer Länge von 300 bis 1800 Schritt mit mehreren Winkeln und Bögen folgen. Auf der Spur vom Fährtenleger „verlorene" Gegenstände soll der Hund finden und anzeigen. Hunde haben ein etwa 15-mal größeres Riechfeld als der Mensch. Sie können Geruchsstoffe so noch in niedrigsten Konzentrationen wahrnehmen. Die über die Nase aufgenommenen Gerüche werden im Riechhirn des Hundes, das einen großen Anteil am Gehirn des Hundes hat, verarbeitet. Weil das eine gewaltige Menge an Botschaften ist, die da ausgewertet werden muss, kann man Fährtenarbeit als Kopfarbeit bezeichnen. Und Kopfarbeit macht müde, aber glücklich.

Fährten kann man auf Wiesen-, Acker- und Waldflächen legen. Am besten geeignet ist ein Untergrund, der einen niedrigen Bewuchs hat. Während der Hund außer Sicht, zum Beispiel im Auto, wartet, stecken Sie den Fährtenstock in die Erde und treten das allererste Mal eine Fährte. Mit zunehmender Sicherheit des Hundes werden dann auch rechte Winkel eingebaut. Wichtig ist immer, dass Sie ganz genau wissen, wo die Fährte tatsächlich liegt und Sie so Ihrem Hund durch geduldiges Stehenbleiben und Warten helfen können, falls er sich einmal unsicher ist.

Sie benötigen folgendes Ausrüstung:

  • Geschirr für den Hund
  • eine zehn Meter lange Fährtenleine
  • einen Stock oder ähnliches zum Markieren des Fährtenabganges
  • verschiedenartige Fährtengegenstände aus Leder, Holz, Stoff und kleine Futterhappen
  • ggf. Clicker

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Preis: siehe aktuelle Preise

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